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13/01/2020

Gast­vor­trag Krisen­manage­ment im Chemie­park

​Miriam Klapheck ist Leiterin des Notfall- und Krisenmanagements des Chemieparks Knapsack im nordrhein-westfälischen Hürth. Im Rahmen ihres Gastvortrags im Kurs Unternehmenskommunikation von Frau Prof. Dr. Kalka​ des MKM-Studiengangs​ hat sie den Studierenden spannende Einblicke in ihren Aufgabenbereich und die Arbeit bei YNCORIS​ gegeben.


YNCORIS ist der eigentliche Chemieparkbetreiber, der für die im Chemiepark Knapsack ansässigen und eingemieteten Chemieunternehmen diverse Dienstleistungen zentralisiert zur Verfügung stellt. Hierunter fallen neben der Krisenkommunikation via Werkskrisenstab auch die Werksfeuerwehr,Abwasserentsorgung, Medienversorgung, Facility Management, Logistik, Sicherheit, Behördenmanagement und einige weitere Services. Die Rede war von einem „Rund-um-Sorglos-Paket“.

Insgesamt sind bei YNCONIS rund1200 Mitarbeiter angestellt. 2018 konnte das Unternehmen bereits 217 Mio. € umsetzen. Der letzte größere Zwischenfall im Chemiepark Knapsack liegt sechs Jahre zurück: 2014 kam es zur Auslösung der Werkssirenen aufgrund eines Brandereignisses.

Wie man solche Situationen bewältigt, erklärte Frau Klapheck, indem sie zentrale Bestandteile ihrer Arbeit vorstellte: Dreh und Angelpunkt in solchen Fällen ist der Krisenstab, der sich binnen 30 Minuten nach Bekanntgabe eines Vorfalls im speziellen Krisenraum einfindet und bei dem alle Informationen zusammenlaufen. Er ist gleichzeitig Sprachrohr und informiert die Öffentlichkeit mittels kommunikativer Maßnahmen (z.B. Pressemitteilungen, Textbänder auf der Website und Social Media Beiträge us.w) über den aktuellen Stand des Vorfalls.

Vor diesem Hintergrund ist der Krisenstab so zusammengesetzt, dass aus jeder relevanten Einheit mindestens eine Person vertreten ist. Auch aus jedem ansässigen Chemieunternehmen ist mindestens eine Person Teil des Stabs. Gleiches gilt für Externe, z.B. die Polizei. Verantwortlichkeiten, Befugnisse und Meldeketten sind bereits im Vorfeld so definiert worden, dass es im Notfall diesbezüglich keine Unklarheiten gibt. Anwohnern ist es im Krisenfall neben den gängigen Informationskanälen zudem möglich, über ein Bürgertelefon aktuelle Informationen und sonstige Sicherheitsanweisungen zu erhalten.

Damit im Ereignisfall alle Prozesse des Notfall- und Krisenmanagements reibungslos funktionieren und keine Schäden jeglicher Art entstehen, wird ca. zehnmal pro Jahr unter realen Bedingungen für den Ernstfall trainiert. Frau Klapheck ist im Vorbereitungsprozess und während der Übungen federführend. Sie übernimmt die verantwortungsvolle Rolle der Übungsleiterin. Dass  Frau Klapheck viele Freude an ihrem Beruf hat, wurde beim Zuhörern vielfach deutlich, ebenso ihr großes Engagement.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Gastrednerin den Studierenden spannende Einblicke in einen doch eher unbekannten Bereich des Krisenmanagements geben konnte. Hierfür bedanken sich alle Zuhörer recht herzlich und wünschen Frau Klapheck alles Gute für die Zukunft.​

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