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HSD - Fachbereich Wirtschaftswissenschaften > Aktuelles > Meldungen > Dele­ga­tion der Part­ner­hoch­schu­le JUFE be­sucht HSD
Wirtschaftswissenschaften / Partnerhochschulen, FB W, International Office (IO), Alumni
03/06/2019

Be­such hoch­rangi­ger Ver­tre­ter der in der Volks­repu­blik China re­nom­mier­ten Part­ner­hoch­schu­le JUFE

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Die Dekanin der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (FBW), Frau Prof. Felicitas Albers, empfing mit weiteren Vertretern des Fachbereichs – Prodekan Prof. Dr. Philipp Freitag und Internationalisierungsbeauftragter Prof. Dr. Lothar Funk – sowie der Leiterin des International Office, Frau Dr. Monika Katz, am 3. Juni 2019 eine ebenfalls vierköpfige hochrangige Delegation der Partnerhochschule „JUFE“ –​ Jiangxi University of Finance and Economics aus Nanchang in China. Diese Delegation setzte sich zusammen aus Herrn Prof. Yuan Xiong, Vizepräsident der Universität, Herrn Prof. Zhonghai, Dekan der sozialwissenschaftlichen „School of Humanities“, Herrn Prof. Liu Xiaohui, Leiter der mathematischen Statistik in der School of Statistics und Frau Prof. Wan Minli, „School of Foreign Languages“ in der „Business Administration“-Fakultät.

From left to right: Prof. Liu Xiaohui, Head of Mathematical Statistics (Department of School of Statistics); Dr. Monika Katz, Head of International Office; Prof. Wan Minli, School of Foreign Languages „Business Administration Faculty;  Prof. Felicitas Albers, Dean of the Faculty of Business Studies; Prof. Yuan Xiong, Vice President; Prof. Philipp Freitag, Vice Dean of the Faculty of Business Studies; Prof. Yin Zhonghai, Dean of School of Humanities
From left to right: Prof. Liu Xiaohui, Head of Mathematical Statistics (Department of School of Statistics); Dr. Monika Katz, Head of International Office; Prof. Wan Minli, School of Foreign Languages „Business Administration Faculty; Prof. Felicitas Albers, Dean of the Faculty of Business Studies; Prof. Yuan Xiong, Vice President, Prof.; Prof. Philipp Freitag, Vice Dean of the Faculty of Business Studies; Prof. Yin Zhonghai, Dean of School of Humanities

​Nach der Begrüßung durch die Dekanin und ihrer Einführung in den Programmablauf sowie ihrer Vorstellung der Delegationsteilnehmer auf deutscher Seite stellte sich die chinesische Delegation vor. Frau Dr. Katz begrüßte die Delegation im Namen der Hochschulverwaltung und für das Präsidium. Prof. Dr. Funk stellte im Anschluss die Hochschule und speziell die Studiengänge des Fachbereichs kurz vor.

Der Vizepräsident der JUFE, Prof. Xiong, bedankte sich danach für die bisher großartige Zusammenarbeit der beiden Institutionen bei der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und der Hochschule insgesamt sowie dessen Repräsentanten im Präsidium. Er sprach sich sehr für eine weiterhin fruchtbare und den Ausbau der künftigen Kooperation zwischen beiden Hochschulen aus. Er beschrieb auch kurz die wesentlichen Eckdaten der JUFE: 28.000 Studierende, davon 23.000 mit Bachelor-Abschlüssen. Die restlichen 5.000 sind vor allem Master-Studierende, aber auch Doktoranden. Er betonte zudem, dass die Partneruniversität der HSD in nationalen Rankings zu den chinesischen Topuniversitäten insbesondere auch bei der Praxisorientierung und den anwendungsorientierten Bereichen gehört.

​​Im Anschluss erläuterte Prof. Dr. Freitag den Master of Science „Business Analytics“, der auf sehr großes Interesse bei der chinesischen Delegation stieß. Frau Dr. Katz stellte abschließend noch die Arbeit und die Aufgaben des International Office kurz vor, bevor Frau Prof. Dr. Albers nach einem intensiven Austausch über die mögliche künftige Zusammenarbeit die chinesische Delegation wieder verabschiedete und ihre Freude über die erhellende Diskussion in dieser Runde ausdrückte.

Die bisherige Zusammenarbeit wurden von beiden Delegationen als sehr erfolgreich angesehen. Prof. Funk verwies jedoch auf das bisherige zahlenmäßige Ungleichgewicht im Studierendenaustausch, welches mittelfristig möglichst ausgeglichen werden solle. Diskutiert wurde in der Runde vor allem eine mögliche künftige vertiefte Zusammenarbeit im englischsprachigen Masterbereich, da auch zunehmend Masterstudierende der HSD ins Ausland gehen würden, wie die Statistiken des International Office zeigen würden. Zudem wurden ausbaufähige gemeinsame Interessen bei der Forschung im quantitativen Bereich, insbesondere auf Masterebene, gesehen. Die Vertreter der JUFE äußerten außerdem Interesse an einer verstärkten Zusammenarbeit in der wirtschafts- und genereller der sozialwissenschaftlichen Forschungszusammenarbeit mit dem FBW und der HSD insgesamt.

Der sich schon lange bewährende Vertrag mit der JUFE war initiiert worden vom damaligen Auslandsbeauftragten und jetzigem Lehrbeauftragten am FB W, Prof. Dr. Turban (vgl. Interview mit Prof. Turban). Er war nach seiner Beratung und Zustimmung im Fachbereich 2006 von der Hochschulleitung unterzeichnet worden. 2011 hatte eine Delegation der JUFE bereits den Fachbereich besucht. Die von beiden Partnern als Gewinn angesehene Partnerschaft wurde zuletzt im Jahr 2015 wiederum vertraglich verlängert. 


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​​​Interview mit Herrn Prof Dr. Turban

Herr Turban, Sie haben seinerzeit die Kooperation mit der Jiangxi University of Finance and Economics (JUFE) initiiert. Warum ist diese Hochschule als Partner des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften prädestiniert?​

Mit der JUFE in Nanchang/Jiangxi besitzt die HSD eine Partnerhochschule, die in China zu den führenden Wirtschaftsuniversitäten des Landes gerechnet wird. Die lange Tradition als Wirtschaftshochschule ist mit den deutschen Handelshochschulen vergleichbar. Standort ist die Stadt Nanchang, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Jiangxi mit etwa 5 Mio. Einwohnern. Jiangxi ist eine im Südosten Chinas gelegene Binnen-Provinz, die hauptsächlich durch den Dienstleistungs- und den Landwirtschaftssektor geprägt ist.

Zu den Trägern der JUFE zählen das Finanz- und das Erziehungsministerium der VR China sowie die Regierung der Provinz Jiangxi. Die sehr hohe Zahl der wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-, Master- und Promotions-Programme deckt praktisch alle Bereiche der Volks- und Betriebswirtschaftslehre ab. Der Fokus auf Master- und Promotionsprogramme unterstreicht das Selbstverständnis als eine forschungsorientierte Hochschule. Inzwischen findet der Ausbau zur Voll-Universität statt. Mit über 250 Professoren und mehr als 28.000 Studierenden ist sie den größeren chinesischen Universitäten zuzurechnen.​

Die Zusammenarbeit währt mittlerweile über einen langen Zeitraum. Damals war es sicherlich alles andere als unkompliziert, eine Kooperation mit einer chinesischen Hochschule einzugehen. Sicher waren auch Verhandlungsgeschick und diplomatisches Gespür gefragt?

Der Kontakt zur JUFE ging aus dem Networking auf einer NAFSA-Hochschulmesse 2003 in den USA hervor, an der die HSD teilnahm, um neue Partner für den internationalen Studierendenaustausch zu gewinnen. Auf der Messe gelang es, eine Reihe von Kooperationsvereinbarungen mit profilierten Universitäten in verschiedenen ost- und südostasiatischen Ländern anzubahnen – so auch mit einer Hochschule in Hongkong – , während  sich die Vereinbarung einer Kooperation mit einer Hochschule in Mainland China weitaus schwieriger darstellte. Nach wiederholten Anläufen gelang es, eine Kontaktebene aufzubauen und in der Folge kam es 2004 zu zwei Besuchen von hochrangigen Delegationen der JUFE in Düsseldorf, bei denen ein Studierendenaustausch vereinbart wurde. Es dauerte aber noch recht lange, bis der Kooperationsvertrag unterschrieben war und letztlich in Kraft trat. Es bedurfte beträchtlicher Mühen, um die verbleibenden Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Am Ende gelang es aber doch, den Studierendenaustausch in Gang zu bringen. 

In welchem Ausmaß haben die an der HSD Studierenden Nutzen aus der Kooperation ziehen können?

Die HSD zählt ​heute zu den deutschen Hochschulen, die auf eine langjährige Partnerschaft mit Hochschulen in der Volksrepublik China verweisen können. In den 15 Jahren der Partnerschaft konnte eine Reihe von Studierenden des Fachbereichs ein Austauschsemester an der JUFE verbringen und zugleich einen Eindruck von China und dem Alltag in einem Land mit vielen kulturellen Besonderheiten gewinnen. Dieser Eindruck dürfte zugleich repräsentativer sein als der bei einem Studienaufenthalt in den Metropolen des Landes. Nach ihrer Rückkehr berichteten die befragten Studierenden von vielfältigen neuen Erfahrungen aus der Hochschule, aus Einblicken in Wirtschaftsbetriebe und in das gesellschaftliche Zusammenleben. Dieser privilegierte Einblick in das Land mit der perspektivisch größten Volkswirtschaft der Welt dürfte auch bei zahlreichen Arbeitgebern Interesse finden.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Prof. Turban!


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