Am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Düsseldorf haben Prof. Dr. Olaf Jandura und Gregor Meyer, M.A., gemeinsam mit starken Kooperationspartnern – der Universität Zürich, dem SINUS-Institut und dem vhw – eine richtungsweisende Studie zur Zukunft lokaler Öffentlichkeit erarbeitet.
An der HSD wurde im Projekt insbesondere die Kommunikationspraxis kommunaler Verwaltungen und zivilgesellschaftlicher Akteure analysiert. Die Befunde zeigen: Öffentlichkeit und Erreichbarkeit gelten zwar als hochrelevant, werden aber häufig kaum systematisch beobachtet. Soziale Medien stehen für Bürgernähe und Modernität, werden jedoch vielfach weiterhin primär als Ausspielkanäle genutzt. Gleichzeitig ist ein großer Teil der organisierten Zivilgesellschaft digital kaum sichtbar – nur rund 29 % sind online überhaupt auffindbar.
Neben der Analyse liefert die Kooperation konkrete Lösungsvorschläge: Im Zentrum steht der Ansatz eines „Local Open Public Space“ – eine neue, gemeinwohlorientierte Kommunikationsinfrastruktur, die Informationen bündelt, Sichtbarkeit verbessert und den Austausch zwischen Kommunen, Medien und Zivilgesellschaft stärkt.
Vorgestellt und diskutiert wurden die Ergebnisse im April 2026 im Quadriga Forum in Berlin mit Expert*innen aus Wissenschaft, Medienpraxis und Kommunen. Die Studie fließt bereits in den laufenden fachpolitischen Diskurs ein.
Die Studie ist hier online verfügbar.