Wie eine japanische Sexual-Wellness-Marke durch kulturelle Einsichten, Design und einen klaren Purpose eine neue Produktkategorie geschaffen hat.
Wie wird aus handwerklichem Denken, kultureller Beobachtung und konsequentem Design ein internationales Geschäftsmodell? Dieser Frage widmet sich eine CEO-Gastvorlesung mit Koichi Matsumoto, Gründer und CEO des japanischen Unternehmens TENGA.
Der Gastvortrag findet im Rahmen der Lehrveranstaltung „E-Business: Digitale Geschäftsmodelle“, Studiengang „Kommunikations- und Multimediamanagement“, statt. Studierende und Mitarbeitende aus anderen Studiengängen und Fachbereichen sind willkommen.
Koichi Matsumoto gründete TENGA im Jahr 2005. Zuvor arbeitete er als Automechaniker mit Schwerpunkt auf Supersportwagen und Oldtimern und später im Gebrauchtwagenverkauf. Heute ist TENGA in 67 Ländern und Regionen vertreten; weltweit wurden bislang über 166 Millionen Produkte ausgeliefert. Seit 2018 ist das Unternehmen zudem mit der TENGA Europe GmbH in Düsseldorf präsent.
TENGA positioniert sich im Feld Sexual Wellness und verbindet nach eigener Darstellung Produktdesign, Nutzerorientierung und einen klar formulierten Unternehmenspurpose.
In der Entwicklung setzt das Unternehmen auf neue Ideen, technologische Iteration und einen starken Fokus auf User Experience; mehrere internationale Designauszeichnungen unterstreichen diesen Anspruch.
Im Vortrag geht es damit nicht nur um ein ungewöhnliches Unternehmerprofil, sondern auch um Fragen, die für Design, Wirtschaft und digitale Geschäftsmodelle gleichermaßen relevant sind: Wie entsteht aus kulturellen Einsichten eine unverwechselbare Marke? Wie wird Design zum strategischen Differenzierungsmerkmal? Und wie lässt sich ein tabuisiertes Thema international positionieren?