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Wirtschaftswissenschaften / FB W, Alumni, Communication Research@HSD, KI, Konferenz, Kommunikationswissenschaft
17.02.2026

Demo­kratie unter Druck, KI im Auf­bruch: Communi­cation Research @ HSD ver­öffentlicht Jahres­bericht 2025

​​​​Internationale Konferenzpräsenz, praxisnahe Forschung für NRW und innovative KI-Projekte in der Lehre – der neue Jahresbericht 2025 von Communication Research (CoRe) dokumentiert die wachsende Sichtbarkeit des Forschungsschwerpunkts der Hochschule Düsseldorf.


CoRe @ HSD blickt auf ein weiteres forschungsintensives Jahr 2025 zurück. Der veröffentlichte Jahresbericht 2025 steht für ein Jahr „produktiver Unruhe“: Neue Projekte wurden initiiert, internationale Kooperationen ausgebaut und zentrale gesellschaftliche Herausforderungen empirisch untersucht.


👉 Zum Jahresbericht 2025​

„Wir erleben tiefgreifende Veränderungen von Öffentlichkeit, Demokratie und Journalismus. Unser Anspruch ist es, diese von Polarisierung und Ungleichheit geprägten Entwicklungen nicht nur zu analysieren, sondern konkrete Impulse für Gesellschaft, Politik und Praxis zu geben“, erklärt Prof. Dr. Olaf Jandura, Leiter von Communication Research @ HSD.


Internationale Sichtbarkeit

Ein Höhepunkt des Jahres war die starke Präsenz auf führenden internationalen Fachkonferenzen. Bei der World Association for Public Opinion Research (WAPOR) in St. Louis sowie der International Communication Association (ICA) in Denver war CoRe mit zahlreichen Beiträgen vertreten – allein auf der ICA mit sieben angenommenen Vorträgen.

Thematisch reichten die Beiträge vom Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Umfrageforschung über die Qualität politischer Online-Diskussionen bis hin zu Polarisierungstendenzen in demokratischen Gesellschaften.


Forschung für NRW: Digitale Klüfte und politische Polarisierung

Mehrere Projekte hatten unmittelbare Relevanz für Nordrhein-Westfalen und zeichneten sich durch einen starken Transferbezug aus.

Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW​ untersuchte das Team digitale Ungleichheiten zwischen armutsbetroffenen und nicht armutsbetroffenen Haushalten. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Digitale Teilhabe ist eng mit sozialen Ressourcen verknüpft – Armut erweist sich als struktureller Risikofaktor für eingeschränkte digitale Nutzung und geringere Teilhabechancen.

Gemeinsam mit dem Center for Advanced Internet Studies (CAIS)​ analysierte CoRe zudem die ideologische Polarisierung in Nordrhein-Westfalen. Die Befunde verweisen weniger auf einen pauschalen Polarisierungsschub als auf strukturelle Verschiebungen politisch-kommunikativer Milieus – mit möglichen Folgen für demokratische Verständigungsprozesse.

Ein weiteres Projekt mit dem Bundesverband Wohnen und Stadtentwicklung widmete sich der Frage, wie lokale Demokratie unter Bedingungen fragmentierter Medienlandschaften kommunikativ stabilisiert werden kann. Untersucht wurden Informationsflüsse zwischen Lokaljournalismus, Kommunalverwaltungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.


KI als Forschungsschwerpunkt und Lehrinnovation​

Strategisch zentral war 2025 der Einsatz generativer KI in Forschung und Lehre. Im Projekt GENEME​ wird systematisch untersucht, wie KI-gestützte Verfahren empirische Methoden in der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung verändern – und wo ihre Grenzen liegen.

Parallel dazu wurden neue Lehrformate zur Datenaufbereitung und zum KI-Einsatz entwickelt.​ Studierende profitieren so unmittelbar von aktuellen Forschungsprojekten.


„Wir verzahnen Forschung, Lehre und Kooperationen, um interdisziplinäre Perspektiven gezielt zusammenzuführen. KI-basierte Geschäftsmodelle transformieren Kommunikationsstrukturen – und damit die Rahmenbedingungen für Märkte, Medien und demokratische Öffentlichkeit, aber auch unsere Absolventinnen. Unsere Aufgabe ist es, diese Transformation analytisch zu durchdringen und in konkrete Handlungsstrategien für Wirtschaft und Gesellschaft zu übersetzen.“, betont Prof. Dr. Olexiy Khabyuk, Co-Leiter von CoRe.


Ausblick: Neues Projekt für 2026

Für 2026 ist bereits ein weiteres Forschungsprojekt gesichert: Mit Unterstützung der Dr. Paul-Otto Faßbender-Stiftung​ untersucht CoRe, wie digitale Klüfte und politische Polarisierung gemeinsam demokratische Strukturen in Nordrhein-Westfalen beeinflussen. Zudem wird die langfristige Trendstudie zu politisch-kommunikativen Milieus fortgeführt.

👉 Der vollständige Jahresbericht 2025​ bietet einen umfassenden Überblick über Projekte, Publikationen, internationale Kooperationen sowie Aktivitäten in Lehre und Nachwuchsförderung.

Damit knüpft CoRe @ HSD an das erfolgreiche Jahr 2024 an und setzt seinen Wachstumskurs konsequent fort (siehe auch 👉 Jahresbericht 2024​). ​​​

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Zurzeit arbeitet ein sechsköpfiges Team am Communication Research @ HSD.
Zurzeit arbeitet ein sechsköpfiges Team am Communication Research @ HSD. Von links nach rechts: Prof. Dr. Olexiy Khabyuk; Hella de Haas; Prof. Dr. Olaf Jandura; Jana L. Peters; Gregor Nathanel Meyer, Hannah Keel