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Wirtschaftswissenschaften / FB W, FB W MBA, Gastvortrag
20/11/2019

Advan­ced Analy­tics: Gast­vor­trag “Why Loca­tion Mat­ters”

​​​​​​​​​​Markus Laqua und Lara-Caterina Buggert von der Unternehmensberatung BearingPoint​ waren am 7. November 2019 auf Einladung von Prof. Dr. Philipp Freitag​ zu Gast im Master-Studiengang Business Analytics am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. 


Den Studierenden sollte an diesem Tag die Gelegenheit ge​ben werden, Einblicke in einen spannenden „echten“ Analytic Use Case zu erhalten und eine offene Diskussion zu führen.

Vortragende waren Herr Markus Laqua, Partner und Lara-Caterina-Buggert, Senior Business Consultant, BearingPoint GmbH. Sie präsentierten einen Analytic Use Case am Beispiel eines internationalen Telekommunikationsproviders, den BearingPoint bei der Optimierung seines Store Footprints für verschiedene europäische Ländermärkte unterstützt: Wie lässt sich der „reale“ ökonomische Wert eines Shops messen und optimieren? 

Zu den Projektergebnissen zählen neben klaren Handlungsempfehlungen zur Shop Footprint-Optimierung auch Insights zu Store Performance und Kundenverhalten. Die Optimierung des Shop Footprints erfolgte in drei Schritten: Zone Creation & Demand, Store Closure Modeling und Shop Footprint Optimization. Für Datenaggregierung, Modellentwicklung und Visualisierung wurden u.a. MySQL, Python, Gurobi und Tableau genutzt.

Entscheidend für die Kommunikation an Business Stakeholder ist insbesondere die managementtaugliche Visualisierung der Ergebnisse mittels aussagekräftiger Illustrationen und Diagramme. Das Alignment der „beiden Welten“ Data Science und Business Requirements ist eine der wichtigsten – und auch anspruchsvollsten – Aufgaben in Data Driven Projects.

Die Learnings aus dem Analytic Use Case können wie folgt zusammengefasst werden:

  1. ​​Vor dem Hintergrund des „Digital Shift“ und zunehmenden Kostendrucks müssen Telekommunikationsprovider den ökonomischen Wert physischer Shops grundsätzlich hinterfragen.
  2. Eine isolierte Betrachtung der Performance einzelner Shops reicht dabei nicht aus – vielmehr müssen wechselseitige Effekte (wie etwa Halo-Effekte auf den Onlinehandel) berücksichtigt werden.
  3. Die in Telcos gegebene Verfügbarkeit von Transaktions- und Storedaten sowie demographischer Informationen bietet die Möglichkeit eines „Data Driven Approaches“.
  4. Durch die ganzheitliche Optimierung des Shop Footprints lassen sich Verbesserungen im Hinblick auf Kosten & Auslastung erzielen, ohne dafür Umsatzrückgänge in Kauf zu nehmen.
  5. Einer der entscheidendsten Erfolgsfaktoren in allen „datengetriebenen“ Projekten ist, dass Business Stakeholder und Data Scientists „an einem Strang“ ziehen – eine gemeinsame Sprache sprechen.

Die an den Gastvortrag anschließende Fragerunde wurde von den Studierenden eifrig genutzt. Der Fachbereich bedankt sich herzlich bei Frau Buggert und Herrn Laqua für einen lehrreichen und inspirierenden Gastvortrag.
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